Kräftemessen auf höchstem Niveau / 26:26-Unentschieden der HoWi-D-Jugend gegen Münster

In diesem Spiel war alles drin, was sich das Handballherz wünscht. Das BOL-Team der HSG Hochheim/Wicker lieferte gegen den Tabellennachbarn von der TSG Münster eine hochklassige und packende Partie, die mit dem Endergebnis von 26:26 jedoch keinen Sieger kannte.

Vor vollen Rängen in der Flörsheimer Graf-Stauffenberg-Halle startete die D-Jugend dynamisch und selbstbewusst in die Partie. Die Abwehr arbeite agil und entschlossen und ließ wenig zu. Gelangen doch einmal Durchbrüche, parierte ein gut aufgelegter Timo Kaufmann die Würfe. Der HSG-Angriff präsentierte sich ebenso spielfreudig wie beweglich und überzeugte im Abschluss durch eine hohe Trefferquote. Beim Spielstand von 6:2 nahm Münster die erste Auszeit. Das Publikum spendete großen Beifall für diesen gelungenen Start in die Partie.

In der 15. Minute hatte sich die HSG die bislang höchste Führung des Spiels erarbeitet (10:5), ehe das Spiel zu kippen drohte. Eine halbe Minute vor der Halbzeit hatte Münster auf 13:11 verkürzt und bekam einen Siebenmeter zugesprochen. Die komfortable Führung schien dahin. Doch Timo parierte nicht nur den Strafwurf, sondern weckte anscheinend Superkräfte im Team. Innerhalb von nur 25 Sekunden erzielte die HSG zwei weitere Treffer; das Tor von Julius Allendorff zum 15:11-Halbzeitstand sogar mit der Pausensirene aus 15 Metern Entfernung. Es lag eine Überraschung in der Luft, weisen doch die Münsteraner das deutlich bessere Punkteverhältnis auf, und auch das Hinspiel in Münster ging im Oktober noch deutlich verloren.

Nach der Pause ging es schwungvoll weiter bis zur letztmaligen Fünf-Tore-Führung beim Stand von 22:17 (26. Minute). In der Folge konnte Münster den Rückstand Stück für Stück verkürzen, glich in der 33. Minute erstmals aus und ging sogar mit 23:24 in Führung. Doch wer glaubte, der Kampfgeist der HSG sei nun gebrochen, irrte. Trotz riesigen läuferischen Aufwands bei wenig Wechselmöglichkeiten und einem zwar erfolgreichen, aber kräftezehrenden Abwehrkampf gegen physisch stärkere Gegner zapften die Jungs noch einmal die letzten Reserven an und hielten dagegen. Nach zwei erneuten Rückständen glich die HSG eine Minute vor dem Ende zum 26:26 aus. Doch noch war nicht Schluss. Münster hatte erneut die Möglichkeit, einen Treffer zu erzielen, was jedoch von der wieder sicher stehenden Abwehr und durch die Schlusssirene verhindert wurde.

So recht wussten die HSG-Spieler nach Abpfiff nicht, ob sie nun glücklich über dieses großartige Spiel sein oder sich über die verspielte Führung ärgern sollten. Deshalb sah man zwar einige traurige, aber auch viele stolze Spieler, ob des verdienten und langen Applauses der vielen Zuschauer in der Halle.

Es spielten: Timo Kaufmann (Tor), Ben Malura (1), Luke Cönen (3), Felix Papilion (1), Theo Hartmann (4), Jona Zimmer (4), Julius Allendorff (11/3), Ben Hohlfeld (2), Gianni Jost

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